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Emotionsregulations-Inventar ERI – erste Fassung

Informationen zur Endversion des ERI siehe hier

Entwicklung des Fragebogens und erste Ergebnisse

Im Rahmen meiner Dissertationsstudie wird Emotionsregulation bei PatientInnen mit Migräne bzw. chronischem Kopfschmerz vom Spannungstyp sowie bei gesunden Personen untersucht. Emotionsregulation wird in Anlehnung an das Modell von Gross (1998) definiert, wobei die Emotionsregulationsstrategien differenzierter betrachtet werden; überdies wird zwischen negativen und positiven Emotionen unterschieden.

Da zur Operationalisierung der Regulation von negativen und positiven Gefühlen keine zufriedenstellenden Messinstrumente ausfindig gemacht werden konnten, wurde ein neuer Fragebogen entwickelt: Das Emotionsregulations-Inventar ERI wurde bislang in zwei Vorstudien an studentischen Stichproben hinsichtlich Faktorenstruktur und interner Konsistenz (Cronbachs α) überprüft (Vorstudie 1: N=260, Alter: M=24.40, SD=4.39; Vorstudie 2: N=271, Alter: M=22.76, SD=3.69).

Getrennt für negative (ERI-NE) und positive Emotionen (ERI-PE) soll das Instrument die Emotionsregulationsstrategien kontrollierter bzw. unkontrollierter Ausdruck, (empathische) Unterdrückung, Ablenkung und Umbewertung erfassen. (Empathische Unterdrückung bezieht sich auf die Unterdrückung von eigenen Gefühlen, um andere nicht zu belasten).

Die Endversion des Fragebogens (Ergebnisse der Vorstudie 2) enthält insgesamt 47 Items mit fünfkategoriellem Antwortformat (0 = "trifft nie zu" bis 4 = "trifft immer zu"). ERI-NE (24 Items) und ERI-PE (23 Items) gliedern sich jeweils in fünf Faktoren (68.16% bzw. 64.23% erklärte Varianz), die zufriedenstellende Reliabilitätswerte aufweisen. Genauere Ergebnisse der zweiten Vorstudie sind in Tabelle 1 dargestellt.

Tabelle 1. Faktorenstruktur und interne Konsistenz (Cronbachs α) der ursprünglichen Version des ERI
(getrennt für negative und positive Emotionen).

ERI-NE ERI-PE
  • Kontrollierter Ausdruck:
    5 Items, α=0.94
  • Empathische Unterdrückung:
    4 Items, α=0.88
  • Ablenkung:
    5 Items, α=0.80
  • Unkontrollierter Ausdruck:
    6 Items, α=0.84
  • Umbewertung:
    4 Items, α=0.80
  • Ablenkung:
    7 Items, α=0.84
  • Unkontrollierter Ausdruck:
    4 Items, α=0.81
  • Kontrollierter Ausdruck:
    4 Items, α=0.85
  • Empathische Unterdrückung:
    4 Items, α=0.84
  • Unterdrückung:
    4 Items, α=0.77

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Zitierung der Endversion

König, D. (2011). Die Regulation von negativen und positiven Emotionen. Entwicklung des Emotionsregulations-Inventars und Vergleich von Migränikerinnen mit Kontrollpersonen. Unveröffentlichte Dissertation, Universität Wien.

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Literatur
Gross, J. J. (1998). The emerging field of emotion regulation: An integrative review. Review of General Psychology, 2, 271–299.

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